Jürgen Behring (Oktober 2023)

 

*1958 in Lübbecke/Westf., verheiratet, wohnhaft Wusterwitz/Brandenburg .

Diplom-Sozialpädagoge/Suchttherapeut (VDR)

 

Seit 1.10.2020 in der AH-Suchtberatung,  SOMATRiX Drogenberatung , Brandenburg an der Havel (ambulante Sucht-/Drogenberatung und -therapie, Suchtberatung im Strafvollzug, MPU-Beratung, Suchtprävention und-information, Männergruppe "Nüchtern gut leben - Die Heldenreise der Abstinenz").

 

2000 - 2020 tätig in der stationären Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen. Oktober 2016 - September 2020 in der Barbarossa-Klinik Kelbra/Kyffhäuser. Frühere Stationen: Fachklinik am Kyffkäuser/Kelbra, Haus Niedersachsen/Klinik Emmen, Männertherapiezentrum Fachklinik Flammersfeld/Westerwald, Paracelsus Wiehengebirgsklinik Bad Essen.

 

1994 - 2006 ehrenamtliche und  nebenberufliche Organisation von Vorträgen, Seminaren ("Leben und Sinn", über 100 Veranstaltungen), glgtl. eigene Vortrags- und Seminartätigkeit, sowie diverse Kleinkunstprogramme "Lieder, Lyrik und Geschichten".
 

Qualifikationen:

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Sozialtherapeut-Sucht (familientherapeutisch orientiert/DAA-Berlin), Suchttherapeut-VdR empfohlen (Integrative Therapie/HIGW).

 

Viele Jahre kontinuierlich in Fortbildungen, schwerpunktmäßig im Kontext humanistischer und systemischer Psychologie/-therapie. Insbesondere auch: Körpertherapien/-arbeit (viele Jahre Bondingpsychotherapie, Dr. Ingo Gerstenberg, J.u.J. Gordon, George Rynick u.a. ), systemische (Familien-)Aufstellungen, Aussöhnungsprozesse ( Dr. Jirina Prekop, Dr. Konrad Stauss, Naikan), Männerarbeit (u.a. , Arbeitskreis "Mann und Sucht" des LWL Münster, sowie "Arbeitskreis männerspezifischer Suchtansatz Ostwestfalen-Lippe"), Trauma und Sucht (u.a. "Sicherheit finden" - Lisa Najevits, Somatic Experience, Energetische Psychotherapie/F. Gallo ), Spiritualität, Achtsamkeitskurse, Enlightenment Intensive (u.a. W.Jäger/Marsha Linehan, Dorothea Galuska, Ashram Jesu/P. Bertram Dyckerhoff) und initiatische Arbeit und Therapie (u.a. "Heldenreise des Mannes"/ZIPAT).

Ca. 1976 erste Ausbildung zum Berater bei der Telefonseelsorge.

 

Darüber hinaus seit 1983 immer wieder verschiedene eigene Psychotherapien und Selbsterfahrung (Einzel- und Gruppentherapien). Wesentliche kreative Entwicklung und Lebensfreude durch Singen (diverse Chöre), Clownsarbeit (Die Kraft des Lachens/David Gilmore), Tanz (Biodanza/Dansevita) und Taketina Rhythmustherapie.

 

Siehe auch https://lebenundsinn.jimdofree.com/


 

 

Am 30.06.2022 erschien von Jürgen Behring ein Gedichtband "Wenn das Leben anders wird - Lyrik von unterwegs".

 

Gerne komnmt er damit zu einer Lesung. Weitere Infos unter:

 

https://lebenundsinn.jimdofree.com/wenn-das-leben-anders-wird/



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31.10.2023 Aus aktuellem Anlass. 


https://www.google.com/amp/s/www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/luebbecke/22295169_Erinnerung-an-19-Mordopfer-aus-Luebbecke.amp.html


Vor 45 Jahren engagierte ich mich das erste Mal politisch als Sprecher des Arbeitskreises "Kristallnacht", einem Zusammenschluss Lübbecker Jugendorganisationen. Ich war gerade Mitglied der Jungedemokraten geworden.


Dort hielt ich am 9.November 1978 bei einer Kulturveranstaltung mit "Addi und Molle" und einer Theatergruppe mit Marlies Kalbhenn im Jugendheitm am Markt Lübbecke meine erste kleine Rede zur Begrüßung.


Später, ich weiss nicht mehr welches Jahr, engagierte ich das erste Mal einen Redner: Altpräses Ernst Wilm, ehemals Vertreter der Bekennenden Kirche und Häftling des KZ Dachau. Er hielt eine Ansprache an einer Gedenkveranstaltung am späteren "Platz der Synagoge".


Das dieser Platz den Namen "Platz der Synagoge" erhielt, ist wesentlich Gerd Hinrich Nahrwold zu verdanken, der meine von der FDP abgewiesene Initiative zur Namensgebung in der Friedensinitiative Öübbecke begrüßte und die Initiierung von Erinnerungskultur in Lübbecke unterstützte, sowie in die SPD brachte. Wir organisierten eine Veranstaltung im St. Andreas Gemeindehaus und luden Vertreter gesellschaftlicher Gruppen in Lübbecke ein.

Daraus ergab sich die gemeinsame Empfehlung, den Standort der ehemaligen Synagoge als "Platz der Synagoge" mit Namensgebung und Gedenktafel erkennbar zu machen.

Der alternative Vorschlag "Max Lazarus Platz" führte wohl zur späteren Namensgebung der Max Lazarus Straße.

Ein Arbeitskreis "Geschichte der Juden in Lübbecke" wurde gegründet und schließlich gab es eine jährliche Erinnerungskultur zum 9.November, zunächst vom DGB getragen, später wohl unter Federführung der Kirchen im Zusammenschluß mit Schulen und anderen.


Es war es mir 2018 ein Anliegen, wieder einmal dabei zu sein. Der 9.November bleibt mir Tag der traurigen Erinnerung und Mahnung.


Heute vibriert der Krieg in Nahost, das Schicksal der Juden weiter in mir. Mit Schrecken habe ich Mitgefühl mit den Juden, die heute in aller Welt wieder alltäglich mit der Bedrohung der Vernichtung leben müssen - auch in Deutschland.

Grausam. Welche Ohnmacht!


Und ich habe Mitgefühl für die Ohnmacht der Machtlosen, auch vor dem Hintergrund meiner persönlichen und familiären Geschichte.

Ich sehe heute Opfer und Täter in allen Gruppen, auf allen Seiten. Eine Spirale der Gewalt ist heute wieder im Rollen.

Und beides ist auch in mir. Dazu habe ich mitlerweile an anderer Stelle geschrieben und in einem Podcast gesprochen. Als Nachkomme von Opfern und Tätern habe ich versucht diesen

Konflikt herauszuschälen und in mir zu versöhnen.

In mir ist es ganz gut gelungen.

Wie ich meine Antworten weiter lebe, bleibt für mich alltägliche Frage.


Dem dient auch mein Wirken mit:


https://www.nuechtern-gut-leben.de/


Auch mit der Veröffentlichung meiner Geschichte:


https://lebenundsinn.jimdofree.com/familiengeschichte/


Ich blicke gespannt auf März 2024. Wenn es klappt sehe ich dann Dan Booth Cohen wieder, Sohn des ehemaligen Leiters des Auffanglagers für die überlebenden jüdischen KZ- Insassen iin Deutschland/Europa.

Und ich werde weiter nachspüren: Was ist meine Aufgabe in diesem Konflikt, bzw. Krieg. Ich hoffe, er kann mir dabei behilflich sein.


Mir sind schnelle Antworten heute nicht angemessen.Zu viele positionieren sich aktuell als gut. Worte reichen nicht. Da halte ich mich lieber zurück.


Was dran ist, wird kommen.